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Ökostrom

Freitag, Februar 19th, 2010

Als Ökostrom bezeichnet man elektrische Energie die aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird. Somit bietet diese Art der Stromgewinnung eine gute Alternative zu Kernkraft, Kohle oder Erdöl. Sowie zu den großen Staudämmen, die die Wasserenergie zu Strom machen, da durch diese riesigen Bauten die Umwelt, in der Umgebung, meist negativ beeinträchtigt wird. Jeder Stromerzeuger, der seine Energie auf ökologische Weise mit nachwachsenden oder erneuerbaren Energiequellen erzeugt, darf sein Strom als Ökostrom bezeichnet.

Heutzutage gibt es hauptsächlich zwei Hauptverfahren um Ökostrom zu erzeugen, diese sind: Kleinwasserkraftwerke und Windenergie. Zwar gibt es im Moment noch sehr wenige dieser Kraftwerke, doch steigt ihre Zahl von Jahr zu Jahr weiter an. Weitere Energiequellen, die zum Herstellen von Ökostrom verwendet werden können sind: Biogas, Biomasse, Photovoltaik (Solaranlagen), Solarthermie und Geothermie.

Welche Vorteile bringt Ihnen Ökostrom und wann ist es sinnvoll, diesen zu nutzen? Zum einen ist dieser Strom besser für die Umwelt, da er nur durch Anlagen gewonnen wird, die der Natur nicht schaden. statistisch gesehen verringert eine Ökostromanlage den CO2 Ausstoß um bis zu 80% gegenüber herkömmlichen Stromerzeugungsvarianten. Zum anderen ist Ökostrom fast unendlich verfügbar, da die Energiequellen erneuerbar sind und somit nicht aufgebraucht werden können. Dies macht es für Sie auch langfristig interessant mit diesem Strom zu planen.

Der dritte Vorteil ist, das Sie selber eine solche Stromanlage, in Ihrem Zuhause einsetzten können. Dies geschieht meist über eine Solaranlage oder Solarthermie. Die Solarplatten werden auf dem Dach angebracht und versorgen (je nach Sonneneinstrahlung) das ganze Haus mit Energie, warmen Wasser und Heizungswärme. Da man durch solche Anlagen, seinen eigenen Strom erzeugen kann, wirkt sich dies Positiv auf die Unterhaltskosten aus. Sie müssen nur den Aufbau der Anlage bezahlen (und eventuelle Reparaturen) alle weiteren Kosten, wie bei herkömmlichen Stromanbietern fallen weg. Aber auch Ökostrom von Wind- oder Wasserkraftwerken, kann Ihnen eine Kostenersparnis einbringen und somit Ihre monatlichen Ausgaben senken. Aus all diesen Vorteilen lässt sich ableiten, dass sich Ökostrom für Sie lohnt, wenn Sie etwas für die Umwelt tun und gleichzeitig Geld sparen möchten. Zudem ist es sinnvoll für Sie Ökostrom (über eine eigene Solaranlage) zu nutzen, wenn Sie unabhängig von alle Stromanbietern sein wollen.

Wie können Sie den besten und günstigsten Ökostrom für sich finden. Wenn Sie keine Solaranlage auf ihrem Dach haben wollen, dann können sie die Preise der einzelnen Anbieter für Ökostrom im Internet vergleichen. Hierfür gibt es extra Seiten, die Ihnen das auswerteten der Angebote vereinfachen. Es ist aber auch möglich, sich bei einem Fachmann zu informieren.

Heizen mit Strohpellets

Sonntag, September 28th, 2008

Strohpellets

Strohpellets zählen zu den erneuerbaren Energiequellen. Wie der Name schon sagt, werden diese Pellets aus Stroh hergestellt. Das Stroh wird sehr klein gehäckselt, angefeuchtet und zum Schluss zu Pellets gepresst.

Das gehäckselte Stroh wird angefeuchtet, damit es eine gewisse Bindung erfährt. Dabei muss sehr darauf geachtet werden, dass nicht zuviel Feuchtigkeit zugeführt wird, damit eine Schimmelbildung, die die Pellets unbrauchbar machen würde, verhindert wird. Die fertigen Strohpellets haben einen Durchmesser von ca. 6 mm und eine Länge von ca. 15 mm. Dadurch können sie sehr platzsparend gelagert werden. Überhaupt ist das Lagern der Strohpellets unproblematischer als das Lagern von Heizöl, denn im Gegensatz zum Heizöl müssen keine besonderen Schutzmaßnahmen getroffen werden, um die Strohpellets lagern zu können.

Gerade in der heutigen Zeit, in der Öl und Gas als Brennstoffe immer teurer werden, nimmt die Bedeutung von Strohpellets sowie auch von Ökostrom immer mehr zu. Die Pellets werden aus schnell nachwachsenden Getreidesorten, bzw. aus Getreideabfällen hergestellt. Im Gegensatz zum Erdöl, das ja bekanntlich immer knapper wird, gibt es keinen Mangel an dieser Art von Getreide, das zur Herstellung der Strohpellets benötigt wird. Demzufolge handelt es sich beim Heizen mit Strohpellets um eine kostengünstige Alternative zum Heizen mit den herkömmlichen Brennstoffen. 1 t Strohpellets hat in etwa den gleichen Heizwert wie 500 l Heizöl. Die Kostenersparnis im Verhältnis zum Heizöl bewegt sich bei ca. 50 %.

Strohpellets im Vergleich

Im Vergleich mit Holzpellets schneiden Strohpellets allerdings schlechter ab. Der Rohstoff “Stroh” verfügt über einen deutlich höheren Anteil an Kalium, Chlorid und Schwefel als der Rohstoff “Holz”. Ursache hierfür ist u. a. die Tatsache, dass Getreidefelder in der Regel gedüngt werden, wodurch die genannten chemischen Elemente in die Getreidehalme gelangen.

Bei der Verbrennung von Strohpellets werden Rauchgase freigesetzt, in denen der erhöhte Kalium-, Chlorid- und Schwefelanteil nachgewiesen werden kann. Die Abgasrohre, die dazu dienen, das Rauchgas abzuführen, werden dadurch stark beansprucht und können beschädigt werden. Weiterhin trägt beim Verbrennen von Strohpellets der erhöhte Kaliumgehalt dazu bei, dass sich Schlackerückstände im Brennraum des Kessels bilden, die sich störend auf den Verbrennungsvorgang auswirken. Durch Hinzufügen von Kalk zu den Pellets kann die Schlackebildung ein wenig eingedämmt werden. Um Strohpellets verheizen zu können, benötigt man aber trotzdem spezielle Öfen. Öfen, in denen Holzpellets verheizt werden, eignen sich aus den oben genannten Gründen nicht zum Verheizen von Strohpellets.

Strohpellets werden übrigens nicht nur als Brennstoff verwendet, sondern auch bei der Heimtierpflege. In diesem Bereich erfreuen sie sich zunehmender Beliebtheit, denn Strohpellets haben auch die Eigenschaft, besonders saugfähig zu sein. Dadurch eignen sie sich hervorragend als Einstreumittel für Kleintier- aber auch für Pferdeställe.

Pelletheizungen

Montag, September 22nd, 2008

Pelletsheizungen wurden vor ca. 20 Jahren unter anderem in Österreich, Skandinavien und Kanada entwickelt. In Deutschland ist die Pelletsheizung erst in den letzten Jahren aufgrund von massiven Erhöhungen bei Gas und Öl als günstige Alternative sowie aus Umweltschutzgründen bekannt geworden.
In Pelletsheizungen werden Pellets verfeuert, bei Pelletes handelt es sich um Holzabfallprodukte die zum Beispiel in holzverarbeitenden Betrieben wie in einem Sägewerk entstehen. Holzpellets werden lediglich ohne Zugabe von zusätzlichen Stoffen, unter hohen Druck gepresst.

Pelletsheizungen laufen weitesgehend Automatisch und sind in der Wartung fast vergleichbar mit einer Öl- oder Gasheizung. Pelletsheizungen eignen sich vor allem für Ein- oder Zweifamilienhäuser. Durch wesentlich größere Pelletsanlagen ist aber auch ein Einsatz in großen Gebäuden wie Schulen, Wohnblöcken oder Schwimmbädern möglich.
Eine Pelletsheizung kostet je nach Brennergröße und Ausführung als Komplettanlage incl. Montage zwischen 15.000- 20.000 €. Im Vergleich zu Heizungsanlagen für Gas oder Öl sind Pelletsheizung teuerer, dadurch dass aber der erneuerbare Brennstoff günstig ist sowie das Pelletsheizung zur Zeit vom Staat gefördert werden ist die Pelletsheizung auf Dauer gesehen eine günstige Anschaffung.

Wie funktioniert genau eine Pelletsheizung ?

Ein Pelletsheizung verfeuert Holzpellets, die Holzpellets werden mittels unterschiedlichen Beschickungssysteme zu einem Brennteller befördert und dort verfeuert. Die übrig gebliebene Asche fällt dann in einen speziellen Aschebehälter. Holzpelletsheizungen sind durch einen integrierten Löschbehälter sicher, sofern es zu einem Brand kommt löst der Löschmittelbehälter mit Wasser automatisch aus.

Zur Abdeckung des Energiebedarf eines Einfamilienhaus benötigt man im Jahr ca. 3- 4 Tonnen Holzpellets.
Ein Holzpellet hat einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg, im Vergleich zum Heizöl entspricht ein Holzpellet ca. einem halben Liter Heizöl.
Holzpellets werden seperat von der Holzpelletsheizung entweder lose oder in speziellen Tanks gelagert. Mittels eines Fördersystem werden dann die Holzpellets an die Holzpelletsheizung zur Verfeuerung gefördert.
Holzpellets können grundsätzlich überall gelagert werden, solange der Lagerraum trocken ist.

Preis, Verfügbarkeit und Umweltverträglichkeit von Holzpellets und Holzpelletsheizungen

Holzpellets werden meist Regional von holzverarbeitenden Betrieben als zusätzlicher Geschäftszweig hergestellt. Durch die steigende Nachfrage nach Holzpellets bzw. generell nach Brennholz wird man zukünftig mit Preissteigerungen rechnen müssen, gerade im Ausland wie Italien steigt die Nachfrage nach dem Rohstoff Holzpellet. Der Preis pro Tonne Holzpellet beträgt zur Zeit ca. 200€. Weltweit werden ca. jedes Jahr 14 Millionen Tonnen Pellets hergestellt, trotzdem kam es im Winter 2005/2006 zu weltweit erheblichen Engpässen von Holzpellets.
Die starke Nachfrage nach Holzpellets führt aber auch zu Problemen, so wird zum Beispiel in der Herstellung von Spanplatten ebenfalls der selbe Rohstoff verwendet, was teils zu Lieferproblemen führt.

Grundsätzlich sieht man die Verfeuerung von Holzpellets als erneuerbarer Brennstoff für Pelletsheizungen im Vergleich zu Gas oder Öl als umweltverträglicher. Wie sich aber die stark zunehmende Anschaffung und Betriebnahme von Holzpelletsheizungen auf die Umwelt auswirkt, kann man zur Zeit noch nicht beurteilen.