Chemie

Unter der “Chemie” ist die Lehre vom Aufbau, Verhalten und der Umwandlung von Stoffen zu verstehen. Auch beschäftigt sie sich mit den dabei geltenden Gesetzmäßigkeiten.
Dabei muss man muss jedoch aufpassen: Alle Abläufe, die die nicht dazu führen, dass der behandelte oder untersuchte Stoff sich verändert, gehören zur Physik und haben somit nichts mit Chemie zu tun!

Die Chemie, wie wir sie heutzutage kennen und verstehen, geht auf das 17. und 18. Jahrhundert zurück. Seitdem gilt sie als eine der “exakten Naturwissenschaften”, die genauen Gesetzen und Konditionen unterliegt. Doch auch in allen Jahrhunderten davor machten Menschen chemische Versuche, indem sie zum Beispiel verschiedene Substanzen miteinander vermischten, erhitzten oder mit Wasser vermengten und diese so verbanden. Auf diese Art und Weise versuchten sie Heilmittel gegen Krankheiten zu finden oder aber bessere Nutzmaterialien für den Alltag herzustellen (beispielsweise Metalle wie Kupfer).

Mithilfe der Chemie lassen sich also Eigenschaften von Elementen und Stoffen bestimmen und genauer untersuchen. Desweiteren lassen sich dank der Chemie Vorhersagen über das Verhalten von Substanzen(Stoffen) unter verschiedenen Bedingungen wie Hitze und Kälte machen oder aber man ist dazu in der Lage, Verhaltensweisen bei Reaktionen und Versuchen vorherzusagen.

Ein Hauptaugenmerk der chemischen Lehre liegt hierbei auf der Suche nach neuen Stoffen bzw. der positiven Synthese von bereits bekannten Substanzen. Zwar sind alle uns bekannten, vorkommenden Stoffe aus “nur” 80 bis 110 Elementen aufgebaut, 118 gibt es insgesamt, aber mithilfe dieser Elemente stehen der Chemie Millionen von Verbindungsmöglichkeiten zur Verfügung. Und bei jeder dieser möglichen Verbindungen kann ein neuer Stoff erzeugt werden, der sich in seinen Eigenschaften von allen anderen unterscheidet.

Die Chemie wird hierbei hauptsächlich in zwei verschiedene Bereiche aufgespalten, die organische und anorganische Chemie.
Beide Teilbereiche beschäftigen sich dabei, wie die Namen schon vermuten lassen, mit der Herstellung und Synthese neuer Stoffe jeweils aus lebenden (organisch) oder toten (anorganisch) Materialien aller Art.

Zu den organischen Materialen gehören natürlich Tiere, insbesondere aber Paflanzen. Es wird hierbei kein Unterschied darin gemacht, ob die vendete Substanz vom Tier oder der Pflanze direkt stammt oder ob es ein Nebenprodukt ist. So werden etwa neue Stoffe aus den Früchten bestimmter Pflanzen oder den Ausscheidungen von Tieren gewonnen. Insbesondere die tropischen Regenwälder unsereres Planeten gelten in den letzten Jahren unter Chemikern
als ein wahres Eldorado für neue Stoffe, da sie noch weitestgehend unerforscht sind.
Nach demselben Prinzip geht man in der anorganischen Chemie vor, wobei hier allerdings Materialien wie Kristalle oder Erden zum Einsatz kommen. Oftmals verwischen bei Forschungen die Grenzen zwischen diesen beiden Richtungen der Chemie.
Auf diese Weise werden fast täglich neue Stoffe entdeckt oder aber neue Möglichkeiten, beispielsweise im Bereich der Synthese, gefunden, die Stoffe noch reiner und somit effektiver in iher Anwendung machen können.

Das führt dazu, dass die Chemie mit ihrern Forschungsergebnissen nicht nur für andere Wissenschaftszweige wie die Physik oder die Medizin sehr wichtig und maßgeblich ist. Auch die Wirtschaft profitiert natürlich von den Ergebnissen, indem sie dadurch auf neue Stoffe als Produktionsmaterial zurückgreifen kann. PVC ist ein gutes Beispiel hierfür. Oder aber die Vielzahl von Medikamenten, die dem Menschen bei der Bekämpfung von Krankheiten und anderen Leiden helfen.

Viele von ihnen gäbe es ohne die Chemie nicht.